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Erholungsräume
Aufgrund der Tatsache, dass bereits heute ca. 80 % der Bevölkerung der Bundesrepublik in Verdichtungsräumen leben, muss eine nachhaltige Stadtentwicklung neben der wirtschaftlich-strukturellen Entwicklung insbesondere Ansprüche an die Lebensqualität sowie an die Qualität von Erlebnisstrukturen und Naturerfahrungsmöglichkeiten im engeren Wohnumfeld berücksichtigen. Der ungebremsten Nachverdichtung (nach innen und außen) sind damit nicht nur aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege Grenzen gesetzt.
Ziel eines Freiraum(erholungs)- Konzeptes im Flächennutzungsplan der Stadt Herdecke ist es deshalb u.a., eine ganzheitliche Landschaftswahrnehmung zu ermöglichen, die nicht durch zerschneidende oder verändernde Ausweisungen behindert wird.
Der Stadtökologische Beitrag hat u.a. die Aufgabe, festzustellen,
Versorgung mit Freiflächen für die ErholungIn der Untersuchung wurden die für Freizeit und Erholung zur Verfügung stehenden überwiegend „grünen" Freiflächen behandelt. Dabei wurde unterschieden zwischen Freiflächen mit dem Schwerpunkt „Spiel und Sport" (z.B. Spiel- und Sportplätze, Tennisplätze, Golfplatz) und Freiflächen, die der sog. „stillen" Erholung dienen (z.B. kleinere Grünanlagen, Wald- und landwirtschaftliche Flächen, Kleingärten, Ruhraue).
Nachrichtlich aufgeführt sind
- die Hausgärten von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern, da auf diesen Flächen i. d. R. beide Erholungsarten vorkommen,
- das Abstandsgrün der Block- und Zeilenbebauung mit einem Versiegelungsgrad von < 75 % und einer stark eingeschränkten Erholungsmöglichkeit und
- die Spielstraßen, die Fußgängerzone in der Innenstadt und das Fuß- und Radwegenetz als verkehrsarme bzw. -lose Verbindungswege zu den Freiflächen.
BewertungskriterienBei der Analyse und Bewertung der für Freizeit und Erholung zur Verfügung stehenden Freiflächen sind vor allem
von zentraler Bedeutung.
Zur weiteren Beurteilung der Freiflächen gehören neben quantitativen auch qualitative Merkmale. So sind für die Erholungsqualität und das Naturerleben mitentscheidend die problemlose Erreichbarkeit (z.B. keine Barrieren durch Hauptverkehrsstraßen), die Erschließung der Freiflächen, die Ausstattung und spezielle Umweltbelastungen, die auf Freiflächen einwirken (z.B. Lärm, Abgasimmissionen).
Die Karte stellt die Versorgung mit Freiflächen und die Entfernungsradien für die Erholungsformen (Kurzzeit- und Pausen-, Feierabend- und Halbtagserholung) dar.
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Umweltbericht Herdecke 2004 www.herdecke.de |
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